Samstag, 6. Juli 2013

Mein Fernwehrezept: Ratatouille





Hallo ihr Lieben,




als Ann-Katrin vom Blog Penne im Topf zu ihrem Blogevent zum Thema "Fernweh" aufrief, war für mich sofort klar, dass ich mitmache. Denn ich habe Fernweh, und zwar ganz dolles! Vor zwei Jahren habe ich ein Semester in Aix en Provence in Südfrankreich verbracht. Auch wenn nicht alles ganz perfekt lief, habe ich doch mein Herz verloren an dieses Land - aber eigentlich hatte ich das auch schon vorher. Bisher sieht es leider nicht so aus, als würde ich dieses Jahr wieder nach Frankreich kommen, es ist einfach zu viel los. Deshalb hole ich mir ab und zu etwas davon nach Hause (ich habe hier schon mal über meine Träume geschrieben). Nun also etwas Kulinarisches. Natürlich. Über den Geschmackssinn lässt sich ein Land so intensiv wahrnehmen und noch Jahre später kann ein Gericht, ein Aroma einen zurückversetzen in diese so schöne Zeit. Was isst man in der Provence?





Da wären die Marktstände, vollgepackt mit dem knackigsten und buntesten Gemüse. Da gibt es aromatischen Honig und Ziegenkäse und Oliven, jede Menge Oliven. Croissants zum Frühstück, so wie man sie in Deutschland nirgends findet. Patisseries voll mit den schönsten Törtchen. Der Crêpe mit Nutella spätnachts vor dem Nachhausegehen. Olivenöl, zu allem. Am liebsten zu knusprigem Baguette. Und noch so viel mehr. Nicht zu vergessen - der Lavendel! Wenn er blüht, verströmt er seinen Duft und nimmt uns mit auf eine Reise in den Süden. Und auch als Gewürz ist er nicht zu unterschätzen. Am meisten schmeckt die Provence aber natürlich nach den berühmten Kräutern der Provence (oft: Thymian, Majoran, Rosmarin, Oregano, Bohnenkraut). Sie geben jedem Gericht das gewisse Etwas und lassen von Sonne, Hafenstädtchen und einem Glas Weißwein träumen.


Ich habe mich schließlich für ein klassisches Ratatouille entschieden. Ohne großen Aufwand bekommt man ein Gericht, das perfekt ist für laue Sommerabende auf dem Balkon. Mir reicht frisches Baguette und Olivenöl dazu, es passen aber natürlich auch Nudeln oder Reis, je nach Geschmack - dann ist es auch absolut "dinnertauglich", meiner Meinung nach. Mit einem Glas Wein sowieso.



Für zwei bis drei Personen

1 Aubergine
1 große Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
2 kleine Zucchini oder eine große
1 rote und 1 gelbe Paprika
3 große Tomaten
etwa 250 g passierte Tomaten
Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence
Lavendel (essbaren!)

Zuerst die Aubergine in Würfel schneiden. Etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Auberginenstücke darin einige Minuten kräftig anbraten. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Zwiebel und den Knoblauch kleinschneiden, das andere Gemüse in gleichmäßige Würfel schneiden. Etwas Olivenöl und die Aubergine in eine ofenfeste Form geben. Die Zwiebeln und den Knoblauch ebenfalls kurz anbraten. Zusammen mit dem restlichen Gemüse und den passierten Tomaten zur Aubergine geben. Mit Salz, Pfeffer, Kräutern und Lavendel würzen und umrühren. Ca. 40 Minuten im Ofen garen. 


Mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein! Die verschieden Aromen der reifen Gemüsesorten verbinden sich wunderbar mit dem Geschmack der Kräuter. Der Lavendel gibt dem Ganzen eine feine, blumige Note, ist aber nicht zu aufdringlich.



Ich träume dann mal weiter und danke dir, liebe Ann-Katrin, für das tolle Blogevent. Ich bin sehr gespannt auf die anderen Fernwehrezepte! Hier geht es zum Event. 





Na, habe ich eure Reiselust geweckt? Wo möchtet ihr gerne mal wieder hin?

Eure Assata


Kommentare:

  1. Ohhh, ein Ratatouille . Hab ich noch nie selber gemacht, wollte aber immer. Sieht sehr verführerisch aus. Und irgendwie muss ich immer an Mäuse denken dabei..
    :-)
    Liebe Grüße, Daniela

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  2. Das hast Du wunderschön geschrieben. Ich habe mich direkt auf den Markt versetzt gefühlt :-)

    Das Essen sieht auch sehr lecker aus. Richtiges Comfort-Food.

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  3. Wow, du ahnst gar nicht, wie sehr ich Ratatouille liebe! Danke für den wunderbaren Beitrag!! LG :)

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