Freitag, 11. April 2014

Vegane Studentenküche: Tomatenbaguette

Hallihallo,

heute möchte ich euch ein neues veganes Kochbuch vorstellen und natürlich habe ich auch ein Rezept für euch! Ich ernähre mich zwar nicht ausschließlich vegan, finde aber, dass diese Ernährungsweise durchaus seine Berechtigung hat. Und ich glaube auch, dass es gesund ist, ab und zu gänzlich auf tierische Produkte zu verzichten. Aber auch ganz ohne den "Zeigefinger" - veganes Essen kann einfach richtig gut schmecken! :-) Wie zum Beispiel diese Cookies.


Ich habe mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass es ein veganes Studentenkochbuch gibt. "Campus Food - Vegane Studentenküche" von Anne Bühring und Kurt-Michael Westermann ist dieses Jahr im Systemed Verlag erschienen. Es bietet "55 köstliche, alltagstaugliche vegane Rezepte", darunter Mayonnaise, Kohlrouladen, Suppen, Smoothies, Torten, Brotaufstriche... Zu jedem Gericht gibt es ein hübsches Bild und zwischendrin findet man immer wieder nützliche Tipps, zum Beispiel für den Einstieg in die vegane Ernährung.


Meine Lieblingsrezepte, die ich definitiv mal ausprobieren möchte, sind die Crunchy-Soja-Pops und das Bananenbrot mit Kokos-Cashew-Creme - mmhh, das sieht beides so gut aus! Die ganze Aufmachung des Buches finde ich sehr gelungen und ansprechend und auch die Infoseiten sind interessant. Besonders hilfreich finde ich die "Tauschbörse", die einem zeigt, wie man bestimmte Zutaten durch vegane Alternativen ersetzen kann.


Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich mich auch ein bisschen über das Buch geärgert habe. Ich glaube nämlich, dass viele Leute denken, vegane Ernährung sei eher teuer und umständlich. Vor allem für Studierende, die oft knapp bei Kasse sind oder wenig Zeit haben, sind das natürlich Gründe, die dagegen sprechen. Eigentlich hätte ich daher von einem veganen Studentenkochbuch erwartet, dass es zeigt, dass man eben nicht total viele fancy Produkte braucht, sondern dass es auch einfach sein kann, sich vegan zu ernähren und man die meisten Zutaten im Supermarkt findet. Aber im Gegenteil, in einigen Rezepten kommen doch eher ausgefallene Sachen vor (Pfeilwurzelstärke, Kokosöl, Sesamsaat, Mandelmus, Hanfsamen...). Vermutlich kann man die sehr leicht durch andere Produkte, die man vielleicht eher zu Hause hat ersetzen, aber ich hätte mir mehr "einfachere" Rezepte gewünscht. Und sehr schwach finde ich auch, dass oft einfach Joghurt durch Sojajoghurt ersetzt wird, Sahne durch vegane Sahne usw - denn, naja, das kann ich mir auch denken - das ist dann kein sehr tolles veganes Rezept ;-).


Das Buch ist trotzdem auf jeden Fall ein gutes Kochbuch und man findet spannende, neue Anregungen für vegane Rezepte. Und wer etwas experimentierfreudiger ist, hat sicher auch Spaß daran, neue Zutaten kennenzulernen. Versteht mich nicht falsch, ich finde eine abwechslungsreiche, auch mal etwas ausgefallenere Küche toll! Nur habe ich eben auch ein begrenztes Budget und kann mir jetzt keinen großen Vorrat an außergewöhnlichen Zutaten aufbauen, die ich oft nur für ein Gericht brauche - möchte aber trotzdem ab und zu mal völlig auf tierische Produkte verzichten. Ich habe also das Tomatenbaguette ausprobiert, weil es so gut zur bevorstehenden Grillsaison passt - und weil man alle Zutaten dafür leicht findet oder sowieso zu Hause hat...hihi.


Tomatenbaguette

Für zwei kleine Brote

500 g Dinkelmehl
1 1/2 TL Salz
1/2 TL Zucker
1 Würfel (42 g) frische Hefe
230 ml lauwarmes Wasser
100 g getrocknete Tomaten, kleingeschnitten (abgetropft)
3 EL Olivenöl
100 g Röstzwiebeln

Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe hineinbröckeln, Salz und Zucker dazugeben und mit 3 EL Wasser und etwas Mehl vermischen. Kurz an einem warmen Ort stehen lassen. Dann das restliche Wasser, die Tomaten, das Öl und die Zwiebeln dazugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt 30-60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Den Teig nochmal kurz durchkneten, in zwei Teile teilen und zu länglichen Laiben formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und an der Oberseite mit einem Messer mehrfach diagonal einschneiden. Etwa 20 Minuten backen.


"Campus Food - Vegane Studentenküche" von A. Bühring und K.-M. Westermann. Erschienen im März 2014 im Systemed Verlag. 148 Seiten, 16,99 €.

Was denkt ihr denn über das alles? Das würde mich interessieren - schreibt es mir gerne in den Kommentaren! 

Alles Liebe,
eure Assata


Vielen Dank an den Systemed Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung ist selbstverständlich meine eigene.

Kommentare:

  1. Liebe Assata, danke für die Vorstellung des veganen Kochbuchs. Ich bin zwar keine Studentin mehr, ärgere mich aber auch immer über außergewöhnliche Zutaten, die man nur teuer für ein Gericht kauft und dann von einer Ecke in die andere schiebt. Grundsätzlich aber bin ich offen für vegane Gerichte, da bekommt man Kombinationen auf den Tisch, die man so vielleicht noch gar nicht kennt. Warum findest du doof, wenn man Sahne durch Soja-Sahne ersetzt? Ich hielt das immer für eine gute Alternative :-).
    Liebe Grüße, Daniela

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    1. Liebe Daniela, oh das habe ich wohl schlecht formuliert:) klar das ist prima! ich finde nur, dass ein veganes Kochbuch auch etwas mehr bieten sollte als eben "nur" normale Produkte durch vegane Alternativen zu ersetzen - denn dafür braucht man kein extra Kochbuch :)
      Liebe Grüße!

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    2. Ah so - nu hab ich es kapiert. Du meinst sozusagen wie wenn jemand "vegetarisch kocht" und einfach nur das Fleisch weglässt, hihi.

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  2. Hallo Assata :)
    Danke für die tolle Vorstellung, ein veganes Kochbuch habe ich bislang auch noch nicht im Regal stehen... und ich muss dir übrigens recht geben... wenn ich ein rezept sehe das vegan, glutenfrei oder lactosefrei betitelt wird stelle ich mir auch immer ganz tolle sachen vor. wenn ich dann lese dass man glutenfreies mehl oder lactose freie milch verwendet hat, finde ich das auch eher etwas langweilig und bin enttäuscht... :P
    GLG, rebecca
    icing-sugar.net

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  3. Das Tomaten-Baguette sieht ja köstlich aus. Und das Kochbuch sieht wirklich anregend aus. Ich selber bin keine Veganerin. Aber bei uns hat jetzt ein veganes Restaurant aufgemacht und meine Mutter und ich haben es mal ausprobiert. Ergebnis: Wir waren jetzt schon öfters dort essen. Komplett vegan werde ich mich nicht ernähren, aber ab und zu finde ich auch nicht schlecht :)

    Liebe Grüße
    luisa

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  4. Das schmeckt sicher sehr lecker, wird auch ausprobiert :D. Ich mag Brot eh das ein bisschen was drin hat ;). So auch Baumnussbrot oder Kartoffelbrot, solche Dinge.
    Ich beschäftige mich auch momentan mit der veganen Küche. Wobei erst so ein wenig mit Rezeptsuche und Kochbücher lesen. Ich kann dir noch ein ganz tolles empfehlen, das mir meine Arbeitskollegin ausgeliehen hat und das auf mich einen super Eindruck gemacht hat. Ich muss gleich mal schauen ob ich es finde. Für mich wäre vegan halt schon gut wegen der Laktoseintoleranz. Aber ganz auf vegan umsteigen will ich nicht und werde ich sicher auch nicht.
    Das ist das Buch: http://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/philip-hochuli/junge-vegane-kueche/id/9783863863746?gclid=CKH1_IGK2b0CFQEXwwodZ1YAMQ Da es ein CH-Jungkoch ist, weiss ich nicht ob man es in D auch erhält. Im Buch schreibt er allerdings auch über deutsche Bezugsquellen, somit sollte man es auch bekommen. Und den Blog von Kochtrotz kennst du auch schon?

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  5. Hmmm, das Brot sieht richtig lecker aus! Davon hätt ich jetzt gern ne Scheibe (oder zwei ;-)), am besten mit Bärlauchbutter bestrichen.
    Ich finde, dass du absolut recht hast mit deiner Kritik, was das Vorurteil "vegan und teuer" angeht. Grade so Sachen wie Pfeilwurzelstärke (für was braucht man das? und was ist das überhaupt?), Hanfsamen etc., sind jetzt wirklich auch nichts, was ich in ein Studenten(!)kochbuch reingeschrieben hätte. Würde es sich um ein Basis-Kochbuch für Veganer handeln, hätten diese Sachen wohl durchaus ihre Berechtigung, aber so find ich es auch etwas unpassend und ich könnte mir vorstellen, dass das auf viele Leute erst mal abschreckend wirkt.
    Gegen Sojaghurt und Sojasahne hab ich aber nichts, weil damit ja gezeigt wird, dass es dafür einfache und gute Ersatzprodukte gibt, so dass sich viele Gerichte ohne großen Aufwand veganisieren lassen, so nach dem Motto "vegan ist normal und unkomplizierter, als man es sich vorstellt". Ich find's nur doof, wenn sehr viele typische Fleischgerichte durch irgendwelche Fleischersatzprodukte ersetzt werden (damit meine ich nicht unbedingt Tofu, das ist eher ein eigenständiges Lebensmittel für mich. Ich meine eher so Sachen wie Veggie-Garnelen, etc.) und ganze Gerichte dem fleischhaltigen Vorbild nachempfungen werden. Ich mag's lieber, wenn die Gerichte eine gemüsige Basis haben. :-)

    LG
    Gourmande

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