Montag, 22. Juni 2015

Neulich war ich in Kasachstan.

Hallo. Mich gibt es noch. Das Leben, das echte Leben, ging volle Kanne weiter. Und ich dachte mir, das zeige ich euch mal:


Wisst ihr, wo Kasachstan liegt? Ich gebe zu, so ganz genau wusste ich es nicht, als ich im Januar erfahren habe, dass unsere Abschlussreise nach Kasachtsan geht. Im immerhin neuntgrößten Land der Erde haben wir vier Wochen lang gearbeitet und einige tolle (wie ich finde) journalistische Produkte erstellt. (Die man übrigens hier sehen kann, aber alles auf Französisch.)

...In Kasachstan gab es keinen Tourismus, dafür jede Menge Leben. Alle Menschen, die wir getroffen haben, waren unglaublich freundlich und hilfsbereit. Es gab Teigtaschen, Fleisch und fettiges Gemüse. Die Straßen waren löchrig und die Treppen schief. Die Taxifahrer hatten immer was zu lachen und viel zu erzählen, obwohl wir nichts verstanden haben (dort spricht man Kasachisch und Russisch). Mit Händen und Füßen und etwas Geduld konnten wir uns ganz wunderbar verständigen. Von der Luftverschmutzung schmerzte der Kopf, dafür war die Luft in den zahlreichen Parks umso frischer. Am Stadtrand, hinter Wellblech, bekam ich saftige, kleine Birnen geschenkt und viele nette Worte mit auf den Weg. Die kasachische Sonne brannte vom Himmel und strahlte uns von Hausdächern entgegen. Kasachstan ist riesig und die Entfernungen sind immer lang. Einmal kurz um den Block laufen dauerte eine halbe Stunde und die Rolltreppen der Metro-Station ähnelten eher einem tiefen Abgrund. Das Land ist leer, aber gleichzeitig sind die Straßen so voll, so verstopft und stetig erfüllt vom Klang der Hupen...


Diese wenigen Bilder hier werden dem Land und der Reise in keinster Weise gerecht. Sie sind lediglich kleine Schnipsel eines Mosaiks aus Eindrücken, Momenten, Erfahrungen, Gerüchen, Gefühlen. Zurück in Deutschland, gingen mir diese vier Wochen noch lange nach. Ich habe das Gefühl, ein bisschen Kasachstan kennengelernt zu haben, aber gleichzeitig gibt es so vieles, was ich nicht gesehen, geschmeckt, gelernt habe. Kennt ihr diese Depression nach einer intensiven Reise? Mit dem Kopf irgendwie noch nicht wieder da, die Erlebnisse noch nicht richtig verarbeitet. Eigentlich bräuchte ich nach so einer Zeit erstmal ein paar Tage frei, um mich treiben zu lassen, meine Gedanken zu ordnen und wieder anzukommen, im Alltag.


Tja, das war nicht möglich dieses Mal, denn ich bin schon wieder weitergezogen. Aber davon erzähle ich euch vielleicht ein anderes Mal.



Ich hoffe ihr habt es fein und genießt das Leben! Es ist so schön, so aufregend und so wertvoll, die kleinen wie die großen Momente.
Lasst es euch gut gehen!
- Assata

...viele kleine, bunte und alltägliche Einblicke gibt es auf Instagram.

Kommentare:

  1. Sehr schöner Beitrag und super Bilder :)

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  2. Das ist spannend. Gerade ist mein Blogbeitrag zum Grillen mit Inka von Blickgewinkelt online gegangen, wo wir unter anderem über Kasachstan reden und etwas kasachisches grillen :)! Da schaue ich mir gleich mal an, was du noch auf Instagram gepostet hast!

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  3. wow, das ist mal ein "anderes" land! ziemlich toll deine einblicke :)
    lg
    bina

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  4. Ein sehr schöner Bericht und sicherlich ein sehr interessantes Land! Ich denke bei einer Reise in so ein Land merkt man erstmal wie gut wir es haben und mit wie wenig man eigentlich trotzdem glücklich und lebensfroh sein kann.

    Liebe Grüße
    Jill

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  5. Das klingt nach einer außergewöhnlichen Erfahrung. Ich freue mich von dir zu lesen. Und bin gespannt, wohin du weiter gezogen bist :-)
    Liebe Grüße,
    Daniela

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