Dienstag, 28. März 2017

Verliebt, verlobt, verheiratet


Fernbeziehung, Zusammenziehen - und dann? Eine Hochzeit, die so schön war, dass mir über ein halbes Jahr später immer noch ganz warm ums Herz wird, wenn ich daran denke.

Heiraten ist out, altmodisch, verstaubt, aber irgendwie auch ein neuer Trend. Und im Netz findet man viele, viele Argumente dafür und dagegen. Warum wir uns dazu entschlossen haben? Sicher nicht aus steuerlichen Gründen und auch nicht, weil ein Kind unterwegs war (auch wenn das offensichtlich für viele immer noch der Hauptgrund fürs Heiraten ist). Ganz einfach, ganz kitschig: aus Liebe. Und das kam so:

Wir sind durch Höhen und Tiefen gegangen und haben viele lange Jahre in einer Fernbeziehung gelebt. Die längste Entfernung: Freiburg - Shanghai. Den Antrag gab's 2014 auf der chinesischen Mauer, inklusive Applaus von umstehenden Chinesen und einem Billig-Ring aus dem Schreibwarenladen. Weil es sich so richtig anfühlte. Weil auch Tausende Kilometer unserer Zweisamkeit, unseren Gefühlen nichts anhaben konnten. Weil uns beiden klar war: Das hier ist für immer. Klar war uns dann auch bald, dass wir erst einmal fertig studieren und zusammenziehen wollten. Und so wuchs die Vorfreude und unsere Hochzeit im Sommer 2016 war dann so viel mehr als ein bürokratischer Akt. Wir feierten unsere Liebe, wir feierten, dass wir uns nie aus den Augen verloren haben, unser gemeinsames Leben im schönen Heidelberg. Es war wie ein Startschuss, gleichzeitig aber auch wie eine Belohnung für die Jahre davor. Es war in der Stadt, in der die Fernbeziehung vor langer Zeit begonnen hatte und jetzt endete. Wir hatten unsere Familien und Trauzeugen um uns herum und kamen aus dem Strahlen (und Weinen) nicht mehr heraus. Denn was gibt es Schöneres, als das schönste Gefühl der Welt zu feiern?!

Wir machen uns nichts vor: Natürlich werden wir nicht unser ganzes Leben lang nur noch eine einzige Person attraktiv finden. Natürlich werden wir streiten, uns auseinander leben, Freiräume brauchen. "Wir leben zu lange für eine einzige Beziehung", steht auf Ze.tt. Heiraten ist kein Muss, nicht für jeden etwas, ganz klar. Jeder so, wie er oder sie möchte! Was aber, wenn diese eine Beziehung uns so viel mehr wert ist als viele andere? Was aber, wenn wir bereit sind, Kompromisse einzugehen, uns zueinander zu bekennen, stetig zu arbeiten? Wenn unsere Beziehung nicht rostet, sondern sich dauernd verändert und anpasst? Eine Garantie für für immer kann uns niemand geben. Aber wenn wir es gar nicht erst versucht hätten - was wäre uns dann entgangen!






Kommentare:

  1. Dass du dich nach so langer Zeit ausgerechnet mit solchen Neuigkeiten zurück meldest - so schön! Wünsche euch alles Liebe & Gute ❤️ Und mir selbst , dass du wieder mehr Zeit zum bloggen findest! :)

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    1. Liebe Kathrin, vielen vielen Dank! Ja, das Bloggen kommt leider gehörig zu kurz... :-/ aber das Gute ist ja, man kann immer wieder einfach anfangen!
      Viele liebe Grüße,
      Assata

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  2. Wie schön, dass der Blog weitergeht. Mit welchen Rezepten kann man die Feierabend-Zweisamkeit begehen? Der Kürbis im Backofen würde mich ja sehr interessieren... ich schau mal wieder rein und umarme Euch.
    LG Andrea

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    1. Liebe Andrea, danke für deine lieben Worte! Kürbis im Backofen ist ganz einfach: In Scheiben schneiden, etwas Honig und Olivenöl drüber und mit Salz und Pfeffer würzen - bei 200 Grad etwa 20 Minuten backen. Fertig!

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  3. Gerade hat es mich per Zufall mal wieder zu Deinem Blog getrieben. Wir gratulieren herzlichst!

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